Liebesbeziehungen am Arbeitsplatz

 

Liebesbeziehungen sind Privatsache und können vom Arbeitgeber grundsätzlich nicht verboten werden. Eine entsprechende Reglementsbestimmung wäre demzufolge nicht bindend. Da unternehmensinterne Liebesbeziehungen jedoch zu Problemen in Bezug auf Arbeitsklima, Leistung und Arbeitsteilung sowie allenfalls auch zu Interessenkonflikten führen können, ist die Ergreifung von geeigneten Massnahmen zur Vermeidung solcher Beeinträchtigungen dennoch zulässig, so beispielsweise bei Beziehungen zwischen Partnern auf verschiedenen Hierarchiestufen oder zwischen Kadermitarbeitenden.

 

Als mögliche Massnahmen kommen neben einer entsprechenden Informationspflicht etwa eine Versetzung in eine andere Abteilung oder eine Neuorganisation der Führung in Betracht. Falls ein Mitarbeitender die Lage eines anderen oder seine hierarchisch übergeordnete Stellung ausnutzt, ist der Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht sodann auch dazu verpflichtet, die Mitarbeitenden vor persönlichkeitsverletzenden Übergriffen und Belästigungen zu schützen und die dazu erforderlichen Massnahmen zu ergreifen.

 

Quelle: Personal Schweiz